Doppelleben

Between Belgium and Berlin

Zanginstallatie bij Sonora Leuven October 23, 2009

Voor het huwelijksfeest van m’n zus heb ik met vrienden enkele nummertjes muziek gespeeld. “Echte” muziek is toch altijd net een tikkeltje fijner dan een DJ die plaatjes draait. Onze bezetting was heel kleinschalig, met enkel een piano, ritmegitaar en drie zangeressen. Ondanks die beperkte groep zijn we er toch in geslaagd om mooie muziek te maken.

Voor een publiek van ongeveer 100 mensen heb je toch al een klein beetje versterking nodig. Ik ben geen volledige kluns met geluidsmateriaal en wist dat een kleine zanginstallatie voldoende moest zijn. Na contact gezocht te hebben met enkele PA-verhuurbedrijfjes in en rond Leuven – die doorgaans gewoon niet reageerden of een niet werkend email adres hebben; je moet weten, ik woon in Berlijn en dan is een mailtje iets goedkoper dan een telefoontje – kwam ik uit bij Sonora Leuven (http://www.sonora.name). Niet zo heel vindbaar via Google, maar uiteindelijk bleken zij precies te zijn wat ik wou.

Vlotte email-omgang, goeie kennis van zaken met aanbevelingen en suggesties (die ik helemaal niet aanvoelde als “neem dit ook nog, dan verdien ik er geld aan”, maar eerder als “ik spreek uit ervaring”) die later zeker hun waarde hebben bewezen, en zeer stipte en juiste afhandeling van de zaken. Zei ik al dat ze een handige stoep en garagepoort hebben waarlangs het afhalen van materiaal echt easy-peasy is?

Enfin, ik ben dus heel tevreden.

 

Michael O’Leary is a parasite July 15, 2009

After reading an interview with Michael O’Leary, the so called brain behind Ryan Air, I am convinced that people should never ever fly again with Ryan Air. This man is an absolute parasite who started a company only and only to make profit and money, without the slightest love for his product and his clients. Every passenger on his air planes is merely a bag of money that “wants to go from point A to point B”.

Although there is some truth in this statement – and for many tourists, youngsters and one-time flyers it is the full truth – I do not accept it as such. Yes, I’d like to transport myself from A to B, but I am not prepared to de-humanize me for the length of the trip. And that is exactly what Michael O’Leary wants: from the time that you arrive in your departure airport until the front door of your – not so close as you’d expect it to be to your actual destination – arrival airport, you are a bag of money, tossed around without respect.

Perhaps one-time flyers are prepared to sell their soul for a slightly cheaper fare, but frequent flyers will never accept Ryan Air as their means of transportation. As a 50 flights per year person (which is still not so much, actually!) I really enjoy the faithfulness to my carrier Brussels Airlines, the usually fair prices, the interesting departure and arrival times and the fact that I do not have the impression that they see me as a bag of money. In sum, Ryan Air might be interesting for the tourists, but a large segment of the market will stay clear of Ryan Air.

My actual point that I’d like to make is however not on the quality differences between Ryan Air and other, decent carriers. Instead, I’d like to accuse Michael O’Leary of not having the slightest ethical sense. A more or less quote from the interview: “I do not invest in long-distance flights yet, because that market is still good. Only when it starts going bad in that market, I’ll start something.” I shiver when I read this, how can you be so crude?

Perhaps, more importantly, why do people choose for money, instead of quality? Quality is what makes your day, not money in your pocket.

 

Wie könnte Erasmus verbessert werden ? April 21, 2009

Filed under: living — Tom @ 09:03
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by Stéphane du Boispéan. (bien dit, copain!)

1987 wurde in 11 Ländern der damaligen Europäischen Gemeinschaft ein Austauschprogramm gestartet. Die Initiative kam von Franck Biancheri, einem Franzosen, der den damaligen Präsident Mitterrand überzeugte, das Programm finanziell zu unterstützen. Heute ist das Programm zum Symbol der europäischen Integration geworden.

Zwei Grundideen haben zum Start von Erasmus geführt : eine Sozialisierung der jungen Europäer und mittel- bzw. langfristig die Schaffung einer europäischen Identität. 22 Jahre nach dem Anfang sind die Dinge vielleicht nicht so einfach…

Eine Sozialisierung der Europäer

Die Idee ist relativ alt, einfach und mächtig. Wenn Jugendliche im Ausland studieren und sich mit anderen Jugendlichen aus ganz Europa anfreunden, dann wird Krieg fast unmöglich. Daran denkt fast keiner mehr, weil die Perspektive eines neuen europäischen Selbstmordes heute fern ist. Aber diese Sozialisierung auf europäischer Ebene ist eine Garantie. Heute würden viele Europäer es einfach ablehnen, an einem Krieg zwischen ihrem Land und einem anderen teilzunehmen. Erasmus kann also als Erfolg verzeichnet werden.

Es darf auch nicht vergessen werden, dass die Mobilität etwas Neues für die Bürger von morgen ist. Laut einer Broschüre der Kommission von 2008 « waren 80 % der Erasmus-Studenten die ersten, die aus ihrer Familie im Ausland studierten » [1]. Der Einfluss auf die Familie ist auch entscheidend. Dass das Leben im Ausland die Ideen bewegt, ändert und die Aufgeschlossenheit verstärkt, ist fast zum Clichée geworden. Doch diese notwendigen Änderungen können auch innerhalb einer ganzen Familie stattfinden.

Aber keine europäische Sozialisierung

Es stellt sich aber die Frage, ob ein Austauschprogramm tatsächlich zur Schaffung einer europäischen Identität führt. Anders gesagt : Werden die Spanier, Italiener, Deutsche und Briten, die zusammen an Erasmus in Frankreich teilnehmen, zu Europäern ?

Es kann sein, dass sie mehr Bewusstsein haben. Aber klar ist auch, dass die nationalen Denkweisen auf keinen Fall in Frage gestellt werden. Sie sind relativiert, weil die Jugendliche erfahren, dass ihre Denkweise nicht die einzige ist. Aufgehoben werden sie aber relativ selten.

Europäisches Programm oder europäisches Label für nationale Initiativen ?

Lassen wir die offiziellen Quellen sprechen : « Zurzeit nehmen mehr als 3100 Hochschulen in 31 Ländern Europas am Erasmus-Programm teil. Bisher wurden 1,7 Millionen Studenten unterstützt. Rund 170 000 Studenten (Tendenz steigend) nehmen alljährlich am Austausch teil» [2].

Kaum ein europäischer Student-in kennt Erasmus nicht. Was ein Akronym (European Region Action Scheme for the Mobility of University Students) war, ist ein fester Begriff geworden. Doch viele wissen noch nicht, dass auch sie ein oder zwei Semester ins Ausland dürfen, und wagen es nicht, sich zu bewerben. Zum ersten Mal wurden 2008 in Frankreich 4 000 Stipendiaten nicht vergeben, weil es keine Kandidaten gab!

Eine wahre europäische Dimension gibt es nicht immer. Erasmus ist nämlich vor allem ein Austauschprogramm zwischen Universitäten. Nur sie schliessen Abkommen ab, die danach im Rahmen einer Initiative der Europäischen Union finanziell unterstützt werden. Als Student in einer französischen Universität darf ich nicht irgendwo in Europa studieren, sondern nur in die Universitäten, die eine Partnerschaft mit meiner eigenen haben. Die Möglichkeit, ins Ausland zu gehen, hängt noch viel zu viel von den eigenen Universitäten ab.

Man sollte sich auch fragen, ob es nicht notwendig ist, Rahmen auf EU-Ebene durchzusetzen, damit die Universitäten alle Leistungen anerkennen. In manchen Universitäten ist es zum Beispiel so, dass eine BA Arbeit notwendig ist, um den BA-Abschluss zu bekommen, auch wenn der Student im Ausland war, während die anderen Studenten seines Jahrganges die BA Arbeit schrieben. Eine totale Durchsetzung des ECTS Systems sollte auf EU-Ebene möglich sein.

Ein Land oder Europa entdecken ?

Es gibt noch eine andere Kritik, die an Erasmus geübt wird, nämlich dass die Studenten sich in einem Erasmus-Ghetto einschliessen, und dass sie vor allem untereinander bleiben, und wenig Kontakt mit den Einwohner des Landes haben. Ein gutes Beispiel dafür ist der französische Film « L’auberge espagnole – Barcelona für ein Jahr ». Ein Student aus Paris verbringt ein Jahr als Erasmus-Student in Barcelona, und wohnt mit 6 anderen Studenten in einer WG.. Darunter kommt nur eine Person aus Spanien, die anderen sind Erasmus-Studenten.

Der Kontakt mit den Einwohnern ist viel schwieriger. Die Frage der Sprache stellt sich auch : Ich habe schon Studenten getroffen, die ein Jahr Erasmus in Polen verbracht haben, und fast kein Wort polnisch gelernt haben! Wer ist schuldig ? Viele geben sich Mühe, nicht nur zwischen « Erasmuslern » zu bleiben, doch in meisten Fälle ist es sehr schwierig, Kontakte mit Studenten zu haben, die ein ganz anderes Leben haben.

Denn es muss auch klar gesagt werden, dass Erasmus nicht besonders anspruchsvoll ist. Und das ist auch gut so, weil es nicht nur um das Studium geht, sondern vor allem um die Sozialisierung zwischen den Europäern von morgen.